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Schlußstück |
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Texte über Sterben und Todgelesen von Isabel Binder, auf dem Akkordeon begleitet von Claudia Hornbach Texte u.a. von Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Heiner Müller, Andreas Gryphius, Albert Camus, Eugene Ionesco und Samuel Beckett. Musik u.a. von Astor Piazzolla, Girolamo Frescobaldi, Johann Sebastian Bach und Isaac Albéniz. Aus dem Programm Weder die Sonne noch den Tod kann man fest ins Auge fassen.
François de La Rochefoucauld Der Tod ist groß, Rainer Maria Rilke Der Tod trifft. Er berührt direkt im Innersten, er macht zur Wüste, was ihn umgibt. Der Tod löscht das Individuelle aus, und doch fordert der Gedanke an das Sterben die Besinnung auf das eigene Leben in seiner Einzigkeit heraus. Mit dem Tod verbinden sich die größten, die grundsätzlichsten Themen, aber auch die persönlichsten Ängste. Die musikalische Lesung von Isabel Binder und Claudia Hornbach gibt Raum für beides. Literarische Texte vom Barock über Rilke und Thomas Mann kreisen die Begegnung mit dem Tod ein, versuchen zu beschreiben, was der Tod mit den Menschen macht: mit denen, die er nimmt, wie mit denen, die zuschauen. Gedichte und Prosatexte sprechen von Zerstörung und Leere, aber auch von Hoffnung. Und sie sind selbst, in drastischer, manchmal wütender Genauigkeit, in gewaltiger Bildhaftigkeit, in schönsten Metaphern, Einspruch gegen das Verstummen. Mit ihrer wandlungsfähigen Stimme schafft Isabel Binder eine intensive Atmosphäre, die den Zuhörern wie den Texten ihren Raum lässt. Claudia Hornbachs Akkordeon ist ein Zauberkasten, der mit Musik von Bach bis Piazolla Stimmungen malt und eigene Fragen eröffnet, ein Jahrmarktswalzer über Werden und Vergehen, ein Tangorhythmus, der die Kraft der Melancholie zu spüren gibt. Dagmar Deuring |
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